Monat: Februar 2016

Tag 9

Statistiken lesen ist angesagt. Die wohl interessanteste findet man bei Ard und Zdf. In Lehreinheit 4 des ersten Heftes werde ich jetzt mit meiner Web Reputation konfrontiert. Welchen Eindruck ich im Netz hinterlassen habe? Ich hoffe doch einen lauten. Naja. Als Musiker, Teilzeitjournalist und Outdoorfreund gibt es da einiges zu lesen. Ich überarbeite danach gleich meine Webseiten.

 

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Tag 8

Heute war grosser  Wiederholungstag bei sonntaglicher Stimmung. Ich trödel und denke nach. Sonntag halt. Im gesammten habe ich ein Drittel ders Lehrbuches durchgearbeitet. In diesen Tempo würden drei Wochen reichen – die vierte dann zur Wiederholung und Überprüfung. Ja. das kann gehen.

Tag 6

Nachtschicht ist angesagt. Weia. Der Anfang fällt schwer. Die Aufgabenstellung heute? Die Begriffe Web 2.0 und Social Media im Definitionsvergleich selbst zu recherchieren. Danach gibt es die Erklärungen im Buch.

One to many Medien (Kanalstreuung) – der klassische Zeitungsverlag und Social Media als Many to many Gegenpart (Netzwerkstreung). Die Auswirkungen  „manipulierter“ Informationen erleben wir ja tagtäglich. Und wo der intellektuelle Filter und die Lust an einer gepflegten Diskussion nicht mehr ausreicht, wird die falsche Recherche und der Glauben vorgeschoben. Bei der Darstellung des Social Media Prisma (da werden verschieden Firmengruppen in Interessengebieten dargestellt) wird mir schwindlig. Meine Herren und natürlich Damen!!! Was bin ich doch für ein eingeschränkter Konsument – in der Kategorie Sozial Shopping kenn ich gerade mal eine Firma von 13:-)  Ich verkürze die Aufgabe und schreibe nur die Firmen auf die ich kenne, und das ist echt erbärmlich. Puh. Da liegt noch jede Menge Arbeit vor mir.

Tag 5

New Berlin. Ich schaue mir den Werbefilm von Second Live an. Das macht einen fertig. Das sich mittlerweile einige Firmen aus der virtuellen Welt zurückgezogen haben scheint logisch. Interessant wäre herraus zu finden, wieviele Lindendollar (Bezahlwährung Second Live) der Spass der Konzernpräsentationen gekostet hat. Der Fernlehrgang erfordert  immer mehr Vergangenheitsbewätigung. Der Markt ist im ständigen Fluss. Die Lehrhefte sind sehr gut recherchiert und verständlich geschrieben. Ich werde an die Goldgräberzeit von Myspace und StudieVZ erinnert. Anfangs konnte man auf Myspace die Qualtität der Musiker an den Besucherzahlen ablesen, bis die ersten cleveren Nerds Manipulationssoftwares ins Netz stellten. Auch wenn der Medienkonzern Murdochs das Netzwerk aufkaufte, so wurde es doch von Facebook überrannt.

So langsam zeigt sich eine fredofreundliche Struktur ab. Durch das gleichzeitige aufschreiben meiner Erkenntnisse in seperaten Dateien wird die Arbeit zu einer großen Recherche. Dadurch kann ich mir die Inhalte leichter merken.

Fazit: Nicht schlecht der Morgen. Ich bin wieder motiviert .

Tag 4

Puh. Heute ist die Zeit knapp. Ich werde mit Informationen zum Übergang in die O`Reilly Definition von Web 2.0 gefoltert. Es bleibt nichts hängen. Meine Bildschirme und die Veröffentlichung und meiner Kolumne des Ulmer Wochenblattes machen mir einen Strich durch die Rechnung. Zur Strafe? Eben nochmal alles durchlesen. Ich habe mir die Abschlussfragen zum Lehrheftende kopiert und griffbereit neben mir liegen. Damit kann ich schon beim ersten durchlesen ein paar Sachen rauskritzeln.

Tag 3

Zwischen der Zubereitung meines nahrhaften Musemehl Frühstücks lese ich die Lerneinheit von gestern durch und versuche mit einem Farbmarkierer zwischen den Zähnen die Pampe nicht anbrennen zu lassen. Gar nicht so einfach dabei auch noch Textstellen anzupinseln.

Ich werde von meinem Lernheft aufgefordert das Cluetrain Manifest aus dem Jahr 1999 zu lesen (Link auf deutsch) und mich zu fragen, welche Thesen sich bis heute bewahrheitet haben. Ich bin fasziniert und gleichzeitig schockiert. Die Jungs hatten es echt drauf. Während ich lese drängelt eine Frage an die Oberfläche.

Ist dieses Manifest nicht auch gleich eine Anleitung zur Manipulation und stehen wir heute, nennen wir es mal Web.doof.5 nicht wieder vor einer fast schon abgergläubischen Glaubensfrage? Wer liest die richtigen Seiten und wer sagt die Wahrheit? Hört man den PEGIDA Spinnern zu wird es gruselig. Anstelle die Menschen intelligenter zu machen, erschlägt einen das Web.doof.5 mit seinen Tonnen an Informationen und schafft den Nährboden für skurriles. Ist das die reinste Form der Demokratie? Viel zu früh und viel zu intellektuell, du bonduelle Bohne – nach dieser motivierenden Eigenbeleidigung wurste ich mich weiter durch die Zeilen.

These 85: …Wir würden uns wünschen, daß ihr (die Unternehmen) mitbekommt, was hier passiert. Das wäre wirklich nett. Aber es wäre ein Fehler, anzunehmen, wir säßen nur hier und warteten ab…

Uiuiui…

Zwei der Verfasser, Doc Searls und David Weinberger, reflektierten bei einem Interview auf brandeins die Thesen von damals, ich brauche zum Buchstabenverdauen den ganzen Vormittag.

Fazit von heute: Die Lehreinheit 1.5. dauert ganz schön lange und bringt die Murmel ordentlich zum rattern.

Tag 2

22.Februar 9.20 Uhr.

Die erste Stunde gelernt. Während ich über den Zeilen hänge, freu ich mich über den ersten erfolgreichen Selbstbetrug. Eigentlich waren es nur 45 Mintuen. Meine Freundin schafft es genau zwei mal ins Büro rein zu platzen. Irgendwie wundert mich das nicht. Die ersten Seiten des Lernmaterials sind sehr spannend geschrieben und ich verbeisse mich in die Inhalte. Ich lerne über Lee Burner und CERN und setze mich mit den ersten Fakten zu den Massenmedien des 20.Jahrhunderts und Web 1.0 / 2.0 auseinander. Interessant.

Der Basiserfolg von Google beeindruckt mich, dummerweise bleibt auch gleich der Gedanke an die Manipulation haften. Mit der Registrierung der Online Lernhilfe Walvelearn bin ich noch nicht durchgestiegen. Der Gedanke eines zeitgleichen WordPressblog kommt auf. Warum nicht in Echtzeit davon berichten?

Tag 1

21. Februar. Sonntag – Spätmittag

Die Post ist da. Am Samstag kam das Packet mit DHL. Die Nachbarn waren so freundlich es mir vor die Tür zu legen. Nach dem verkaterten Frühstück und den Resterinnerungen einer amüsanten Skiclubausfahrt habe ich als erstes den Karton aufgerissen. Schick gemacht das ganze – der Verpackungsdesigner scheint vorher bei Apple gearbeitet zu haben. Viele Prospekte, ein paar Post-it, eine Sammelmappe und ein paar Gimmiks – alles was das Herz begehrt. Ich freue mich über meinen eigenen Kugelschreiber. Den freundlichen Brief meiner Fernstudiumbetreuerin lese ich als erstes. Ich bin bis in die Zehenspitzen motiviert, werde aber von der unmenschlichen Gravitation des Sofas angezogen und verlege meinen Lernbeginn auf Montag.