Monat: Juni 2016

Tag 126

Ich verbringe die heutige Lehreinheit mit dem lesen von trölfhundert Artikeln über das DB Dilemma. Was auffällt? Hinterher haben die meisten Kritiker recht. Doch liegt es nicht an der Sache, dass erst Erfahrungswerte uns die Möglichkeit geben, Kritik zu äußern? Auf deutsch, muss nicht jemand Fehler machen, damit man daraus lernen kann?

Was tatsächlich passt:
Man sollte auf Mitarbeiter zurückgreifen können, um schnell auf Kommentare zu reagieren. Die Dialogfrequenz war grausig.

Artikel:
Indiskretion Ehrensache
PR Blogger

Spannend ist die Geschichte der OTTO Werbeaktion. Hier hat das Versandhaus mit einem Fotoshooting und Einkaufsgutscheinen beworben. Ein Student machte sich daraufhin einen Spass und postete ein Bild von sich als Frau verkleidet auf die Seite. Diese Aktion wurde zum Selbstläufer und bescherte OTTO über 150000 Fans. Schön, dass das Unternehmen soviel Humor bewies und trotz frühzeitig abgebrochener Aktion (Der Ansturm an Votings und Besucher (über 1,2 mio.) zwang die Server in die Knie) Sascha zum Gewinner erklärte. Ich schliesse den Lehrinhalt ab und werde morgen mit meinen Hausaufgaben beginnen.

Tag 125

Heute morgen dann doch noch das kurze Zeitfenster für eine kleine Biketour genutzt. In der heutigen Lehreinheit geht es um Beispiele aus der Praxis.

2010 im Hoch der Wutbürger gegen Stuttgart 21 startet die Bahn die „Chef Ticket“ Kampagne. Facebook als exklusiver Fahrtickethändler? Das Werbevideo zeigt jedenfalls ungewohntes Risiko (für DB Verhältnisse). Klar, dass sich  Tierschützer bei angedeuteten Hahnenkämpfe aufregen, wenn schon Dirk Nowitzki für seinen Lyonerspot Prügel einstecken musste.

Das Zeil der DB? Günstige Neukundengewinnung der jüngeren Generation. Erfolg?

Weia. Eine Woche vor Kampagnenbeginn nutzten erstmal die Besucher die Möglichkeit ordentlich Dampf abzulassen. Wenn die Taktik „Erstmal die Kritiker verpuffen lassen und dann auf den Abverkauf konzentrieren“ war, dann Respekt, es wurde leider nicht besser.

Am Ende waren 19 Prozent aller Posts negativ, 56 Prozent neutral und 25 Prozent positiv…

Ein sehr interessantes Interview zu diesen Thema findet ihr hier auf allfacebook.de. Diese Geschichte ist eine feine Diskussion wert. Erfahrungen wurden jedenfalls genügend gesammelt, auch wenn negative dabei waren. 140.000 verkaufte Tickets und über 50.000 Fans, vertriebstechnich nicht ohne…

Tag 124

Mir wird als Evaluations Programm Social Mention empfohlen. Für internationale Unternehmen mit eindeutigen Namen ist die Seite vielleicht interessant. Über kommerzielle Anbieter erfahre ich wenig, nur soll  alles viel genauer sein. Ich lerne über unterschiedliche Rechenbeispiel welche Auswirkung ein Post oder Aktion eines Kunden haben kann. Da ist ein der Haken auch schon zu finden. Damit sich eine Nachricht über ein Unternehmen streut, sollte es vielen Redakteuren möglich sein, Infos zu posten. Doch mal unter uns? Wer kennt hier Unternehmen, die bereitwillig Redaktionsrechte an Dritte weitergeben?  Ich bin heute ein wenig unbefriedigt.