Creative Common

Tag 199

Puh. Ich lese und ich lese und ich lese. Als erstes lerne ich heute, dass man nie nie nie Englisch und Deutsch gemeinsam in einen neuen Werbeslogan basteln sollte. Der Schleckerrohrkrepierer „For You, Vor Ort“ und der resultierende Shitstorm am Unternehmen war sehr amüsant zu lesen.
Der Bericht wie militärisch durchorganisert Tierschützer die Sponsoren der Fussball EM 2012 beschossen haben, liest sich wie ein Geheimdienst Krimi.
Das bei solchen Aktionen Internetseiten mit vorgefertigten Textbausteinen existiert haben und über die Copy und Paste Funktion eine wahre Kommentarflutung statt gefunden hat, macht einen fast schon sprachlos.

Zuspitzung, Emotionalisierung und Mobilisierung. Hammerhart. Generalstabsmässige Planung steckt da dahinter.

http://t3n.de/news/tierschutzer-mobil-gegen-em-sponsoren-analyse-346053/

Auf keinen Fall sollte die Beantwortung der Kommentare zeitlich nach Bürozeiten begrenzt sein, nur weil keine Mitarbeiter vorhanden sind. Da muss dann halt mal länger gearbeitet werden, eine Abschaltung weil Büroschluss ist nicht nicht zu empfehlen (WWF).
Die Idee, über Creative Commons Lizenzen Video und Bild Materialien zur Verfügung zu stellen und somit die Kritiker zeitnah und aktiv am Geschehen teilnehmen zu lassen (BP), finde ich sehr fein.

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Tag 150

Ein Lehrvideo mit anschliessenden Lernquiz auf Wavelearn wird angeboten. Nach vier Tagen Berliner Wahnsinn eine gute Ablenkung.

Thema Heute:

Social Media Guidelines / Richtlinien für soziale Medien:

  • Freie Meinungsäusserungen gilt natürlich auch in den sozialen Medien. Das Recht darauf heisst aber nicht dieses auch gedankenlos zu nutzen. Also? Keine Lästereien über die Kollegen oder die Firma.
  • Kennzeichnen Sie Ihre eigene, private Meinung eindeutig.
  • Authentisch und ehrlich bleiben, verstecken Sie sich nicht hinter einer Maske. Menschen lieben immer nur das Original.
  • Unternehmensinternas bleiben im Unternehmen, egal ob im Netz oder privat.
  • Das Internet vergisst nichts, egal ob private Partybilder oder die Erlebnisse aus dem Urlaub. Eigenverantwortlich bleiben heisst hier die Devise.
  • Denken Sie immer daran. Ihre Informationen können von vielen Menschen eingesehen werden (Vorgesetzte, Journalisten, Kollegen, Freunde)
  • Beachten und respektieren Sie die Urheberrechte von fremden Inhalten und bei eigener Veröffentlichung die notwendigen Verweise.
  • Freundlich bleiben. Hater will keiner. Bleiben Sie respektvoll und anständig in Ihren Aussagen.
  • Private Gespräche werden Privat geführt und nicht über den Arbeitsplatz.
  • Transportieren Sie die Werte der Firma nach außen. Seien Sie höflich, sachlich und professionell.

Nach vier Tagen Berlin hilft hier nur noch die große Tasse Cafe

Tag 145

Einen interessanten Artikel über Creative Commons finde ich wie gestern schon beschrieben bei unserem Rechtsanwalt Dr. Schwenke.

Musiker die bei der Gema registriert sind, können keine CC Lizenzen auf Musik vergeben. „The Gema takes it all“

Haftung nach TMG (Telemediengesetz):

Wir unterscheiden zwischen drei Anbietern:
Contentprovider = Unternehmenswebseite
Accessprovider = Zugangsdienstleister wie 1&1 etc.
Hostprovider = Domainhoster wie Denic/etc.

Unterschieden wird zwischen dem eigenen Inhalt und dem Dritter. Für den eigenen ist man natürlich selbst verantwortlich und muss dafür auch rechtlich gerade stehen. Bei den Inhalten Dritter wird es schwierig. Hier gilt keine Haftungsbefreiung, es wird eine Sorgfalts– und Überwachungspflicht erwartet. Wenn jemand zum Beispiele Afd Quatsch über die Kommentarmöglichkeit schreibt, bin ich als Betreiber dazu verpflichtet zu reagieren. Reagiere ich als Betreiber trotz externer Aufforderung oder Abmahnung nicht auf die Löschung von fiesen Inhalten, kann es dem Betreiber (also mir) zugesprochen werden. Dies nennt man dann „Haftung nach Kenntnis der Rechtswidrigkeit“, der Betreiber macht sich den Inhalt dann „zu eigen“ und ist voll haftbar.

Was bedeutet dies aber bei einfachen Links?
Jetzt wird es gemein. Ich kann auch eine Schweinkramseite verlinken und es passiert nichts. Werd ich aber auf den Schweinkram hingewiesen oder schreibe noch zu dem Link „Heh Buben, hier gibt es Schweinkram zu lesen“, kann dies schon ausreichen, dass ich mir den Link „zu eigen“ gemacht habe. Dummerweise hilft das Impressum mit dem Hinweis auf den Inhalt Dritter hier auch nicht mehr weiter. Das gleiche gilt natürlich auch für die Einbettung von Text und Videos von Drittseiten (youtube über embed:)

Tag 144

Über folgende creativecommons Seite könnt ihr euch einen eigenen Lizencode holen. Für folgendes Bildmeisterwerk der Nachwelt zur Verfügung und packe im Anschluss den bereitgestellten Code. Dieses Werk erfordert nun: Namensnennung – es darf nicht kommerziell genutzt erden und eine Weitergabe ist unter gleichen Bedingungen nach 4.0 International möglich! Teilet Brüder und Schwestern! Teilet!

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Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Vorteile CC Lizenzen:

  • Unternehmer können präsentieren sich durch freie Inhalte modern und netzfreundlich.
  • Simple: Nutzer müssen nicht lange suchen, ob die Werke genutzt werden dürfen.
  • Verbreitung: Durch eigene Suchkriterien der Suchmaschienen und des stetig größer werdenden Pools wird der Streuradius massiv erhöht.
  • Durch die CC Regelung bekommt das Kind einen Schutzmantel.

Einen wieder mal vorbildlichen Artikel haut hier der gute Rechtsanwalt Dr.Schwenke raus.

Tag 143

Puh. Heute – Ein staubtrockener Brocken.

Creative Commom  
Damit meint man „Schöpferisches Gemeingut“. Gegründet wurde die gemeinnützige Gesellschaft um das kreative Entwicklung nicht unter dem Urheberrecht leiden zu lassen. Die Non Profit Organisation stellt Lizenzverträge kostenlos zur Verfügung. Da unser Rchtssystem nur 1 und 0 kennt, ist es für viele Kreative schwierig zu erkennen, wann eine Arbeit überarbeitet oder weiterentwickelt werden darf. Da vielen Menschen das rechtliche Hintergrundwissen für eine Urheberrechtskennzeichnung fehlt, ist dieser CC Baukasten Gedanke gar nicht so schlecht.
Anhand von vier verschiedenen Symbolen kann man sechst verschiedenen Lizenzbausteine erkennen. Die Aufteilung findet ihr auf der deutschen CC Seite.

http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/

Google bietet hierfür eine spezielle Suchseite an.
http://images.google.de/advanced_image_search?hl=de

Wer Bilder dieser Lizenzen nutz, sollte sich einlesen. Immer genannt werden müssen der Urheber, Titel, URL und der Verweis auf die Lizenzurkunde. Ich werde das thema morgen nochmal überarbeiten, da mir gelinde Sieglinde ein wenig der Kopf raucht.

Common Deed – eine zusammengefasste, leicht verständliche Beschreibung der Nutzungsrechte die einen Link zu einer juristischen Vollversion haben muss.