recht

Tag 152

Social Media Guidlines – Was muss rein?
Email:

  • Zeitfenster für die Privatnutzung des Internets am Arbeitsplatz
  • Klare Trennung von privaten und betrieblichen Emailaccounts
  • Gezielte Auswertung und Sanktionierungen bei Missbrauch (bis hin zur Kündigung)
  • Kontrolle von privaten Emails durch Ausnahmegenehmigung zum Schutz vor Betriebsgeheimnissen und Virenschutz. (Hier hilft einfach? Keine privaten Emails checken)

Social Media Policy (Regelt das Verhalten für die Sozialen Medien)

  • Zeitfenster während der Arbeitszeit
  • Eigenverantwortung der Mitarbeiter schulen.
  • Kennzeichnungspflicht zur Unterscheidung von privaten und geschäftlichen Meinungen
  • Auf gebotene Vorsicht für den Umgang mit Firmeninternas hinweisen
  • Hinweis zur allgemeinen Netiquette
  • Schulung zum Thema Urheber / Marken / Wettbewerbsrecht
  • Schulung Sicherheit (Viren/Trojaner etc.)
  • Schulung zur Spamvermeidung
  • Auf Ansprechpartner bei Fragen hinweisen
  • Rechtsbelehrung bei Verstößen gegen die Social Media Policy
  • Schulung zum Thema Zitate und Links
  • Marketingstrategien für die eigenen Präsentation anbieten
  • Fairer Umgang mit Konkurrenten
  • Gehen Sie mit Fehlern offen um

 

Eine generelle Schulung zum Thema Netigquette halte ich für sinnvoll. Hier sollte noch einmal auf grundsätzliches eingegangen werden. Keine Diskriminierung gegenüber Hautfarbe/ Nationalität und Glauben. Ein respektvoller Umgang muss gewährleistet sein.

Einen interessanten Artikel zum Thema findet ihr auf allfacebook.

Tag 151

Social Media Guidelines im Unternehmen.

Laut einer Umfrage nutzen sehr viele Arbeitnehmer während der Arbeitszeit die Sozialen Netzwerke wie Xing oder Facebook.

Einmal für private Zwecke, zum Teil aber auch um mit Kunden oder Kollegen in Kontakt zu bleiben. Das sie mit diesen Verhalten gegen die Guidelines des Unternehmens verstossen ist den meisten egal oder nicht bewusst. Gruselig ist, dass knapp ein Drittel der Unternehmer in Deutschland nicht einmal Guidlines aufgesetzt haben.  Der geschätzte Schaden geht laut eines Artikel des Handelsblattes in die Billionenhöhe.

Also was tun, wenn Profis sich aus dem zu lockeren Verhalten der Mitarbeiter Sicherheitslücken entstehen? Den Zugang noch mehr einschränken?

Hier hilft nur schulen, schulen, schulen. In der heutigen Arbeitswelt kommt man um die sozialen Netzwerke nicht mehr herum. Die Eigenverantwortung gerade an jüngere Mitarbeiter kann ganz einfach über Workshopmaßnahmen und vernünftige Guidelines sensibilisiert werden.

Und? Ganz wichtig. Sind keine Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber getroffen worden, haftet bei rechtlichen Verstößen immer der Bereitsteller des Anschlusses. Eine vernünftige Absprache sollte also mit den Angestellten getroffen werden.

 

Tag 150

Ein Lehrvideo mit anschliessenden Lernquiz auf Wavelearn wird angeboten. Nach vier Tagen Berliner Wahnsinn eine gute Ablenkung.

Thema Heute:

Social Media Guidelines / Richtlinien für soziale Medien:

  • Freie Meinungsäusserungen gilt natürlich auch in den sozialen Medien. Das Recht darauf heisst aber nicht dieses auch gedankenlos zu nutzen. Also? Keine Lästereien über die Kollegen oder die Firma.
  • Kennzeichnen Sie Ihre eigene, private Meinung eindeutig.
  • Authentisch und ehrlich bleiben, verstecken Sie sich nicht hinter einer Maske. Menschen lieben immer nur das Original.
  • Unternehmensinternas bleiben im Unternehmen, egal ob im Netz oder privat.
  • Das Internet vergisst nichts, egal ob private Partybilder oder die Erlebnisse aus dem Urlaub. Eigenverantwortlich bleiben heisst hier die Devise.
  • Denken Sie immer daran. Ihre Informationen können von vielen Menschen eingesehen werden (Vorgesetzte, Journalisten, Kollegen, Freunde)
  • Beachten und respektieren Sie die Urheberrechte von fremden Inhalten und bei eigener Veröffentlichung die notwendigen Verweise.
  • Freundlich bleiben. Hater will keiner. Bleiben Sie respektvoll und anständig in Ihren Aussagen.
  • Private Gespräche werden Privat geführt und nicht über den Arbeitsplatz.
  • Transportieren Sie die Werte der Firma nach außen. Seien Sie höflich, sachlich und professionell.

Nach vier Tagen Berlin hilft hier nur noch die große Tasse Cafe

Tag 146

Die Abmahnung:
Bei rechtswidrigen AGB`s und Werbeaussagen möglich – dann ist das eine Abmahnung im Wettbewerbsrecht.
unerlaubter Benutzen eines Markennamens bei Domain/Logo etc.
Urheberrechtsverletzungen
Falsches Impressum

Zu einer Abmahnung gehören:
Begründung/Unterlassungserklärung und welche Strafe droht.

Wie reagieren?
Was bei Abmahnungen doof ist? Oft wurde vorher kein Versuch genommen, dass Problem aus der Welt zu schaffen, es wird sofort eine Drohkulisse aufgebaut. Die kann, wenn es dumm läuft, auch ordentlich nach hinten losgehen.

Abmahnung gehen natürlich auch per Mail und sollten immer erst durch die Rechtsabteilung geprüft werden.

Tag 145

Einen interessanten Artikel über Creative Commons finde ich wie gestern schon beschrieben bei unserem Rechtsanwalt Dr. Schwenke.

Musiker die bei der Gema registriert sind, können keine CC Lizenzen auf Musik vergeben. „The Gema takes it all“

Haftung nach TMG (Telemediengesetz):

Wir unterscheiden zwischen drei Anbietern:
Contentprovider = Unternehmenswebseite
Accessprovider = Zugangsdienstleister wie 1&1 etc.
Hostprovider = Domainhoster wie Denic/etc.

Unterschieden wird zwischen dem eigenen Inhalt und dem Dritter. Für den eigenen ist man natürlich selbst verantwortlich und muss dafür auch rechtlich gerade stehen. Bei den Inhalten Dritter wird es schwierig. Hier gilt keine Haftungsbefreiung, es wird eine Sorgfalts– und Überwachungspflicht erwartet. Wenn jemand zum Beispiele Afd Quatsch über die Kommentarmöglichkeit schreibt, bin ich als Betreiber dazu verpflichtet zu reagieren. Reagiere ich als Betreiber trotz externer Aufforderung oder Abmahnung nicht auf die Löschung von fiesen Inhalten, kann es dem Betreiber (also mir) zugesprochen werden. Dies nennt man dann „Haftung nach Kenntnis der Rechtswidrigkeit“, der Betreiber macht sich den Inhalt dann „zu eigen“ und ist voll haftbar.

Was bedeutet dies aber bei einfachen Links?
Jetzt wird es gemein. Ich kann auch eine Schweinkramseite verlinken und es passiert nichts. Werd ich aber auf den Schweinkram hingewiesen oder schreibe noch zu dem Link „Heh Buben, hier gibt es Schweinkram zu lesen“, kann dies schon ausreichen, dass ich mir den Link „zu eigen“ gemacht habe. Dummerweise hilft das Impressum mit dem Hinweis auf den Inhalt Dritter hier auch nicht mehr weiter. Das gleiche gilt natürlich auch für die Einbettung von Text und Videos von Drittseiten (youtube über embed:)

Tag 144

Über folgende creativecommons Seite könnt ihr euch einen eigenen Lizencode holen. Für folgendes Bildmeisterwerk der Nachwelt zur Verfügung und packe im Anschluss den bereitgestellten Code. Dieses Werk erfordert nun: Namensnennung – es darf nicht kommerziell genutzt erden und eine Weitergabe ist unter gleichen Bedingungen nach 4.0 International möglich! Teilet Brüder und Schwestern! Teilet!

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Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Vorteile CC Lizenzen:

  • Unternehmer können präsentieren sich durch freie Inhalte modern und netzfreundlich.
  • Simple: Nutzer müssen nicht lange suchen, ob die Werke genutzt werden dürfen.
  • Verbreitung: Durch eigene Suchkriterien der Suchmaschienen und des stetig größer werdenden Pools wird der Streuradius massiv erhöht.
  • Durch die CC Regelung bekommt das Kind einen Schutzmantel.

Einen wieder mal vorbildlichen Artikel haut hier der gute Rechtsanwalt Dr.Schwenke raus.

Tag 142

Was ein schlechtes Finale? Nun denn.

Stock Archive
Auf diesen Archiv Seiten werden Fotos verwaltet. Sie dienen als Schnittstelle für  Fotografen und Kunden. Hier solltet ihr die Agb`s genau durchlesen. Denn?
Erwirbt der Nutzer eine einfache Lizenz, darf er das Bild nur in den vorgeschriebenen und verhandelten Plattformen nutzen. Dies beinhaltet nicht die Weitergabe an dritte Firmen, dass würde ja wieder einer Unterlizenzsierung gleichkommen. Ausserdem muss umbedingt geklärt sein, auf welchen Onlineplattformen die Bilder veröffentlicht werden dürfen. Da Facebook sich alle Nutzungsrechte unter der Nagel reisst, egal was ihr postet, kann das zu ordentlichen Problemen führen. Bilder die ihr im Netz findet unterliegen der gleichen Urheberschaft. Das bedeutet?
Ist der Urheber nicht zu finden oder seid ihr Euch nicht sicher?
Dann bitte nur einen Textlink ohne Vorschaubild setzen. Ja, Vorschaubilder dürfen natürlich auch nicht einfach weitergeleitet werden.

Das gleiche gilt natürlich für Musik und Videos. Auf Firmenseiten sollten immer nur Videos von offiziellen Kanälen geteilt werden, und auch nur dann, wenn dies erlaubt ist. Für private Nutzer gilt zusätzlich – Kein Teilen von Konzert, Fernseh- oder –Theatermitschnitten. Nur weil jemand ein Video auf Youtube postet, heisst das nicht, das der Gefilmte auch damit einverstanden ist.

Nachtrag: Ausschliessliche Lizenz – Hier gibt der Fotograf alle Nutzungsrecht ab und darf sein Werk nicht mehr selbst nutzen.
Einfache Lizenz – Hier werden Nutzungsrechte eingeräumt, der Fotograf darf aber weiterhin die Bilder nutzen und auch Lizenzen vergeben.

Tag 140

Immer noch eine leichte EM Katerstimmung. Was sollen wir nur am Sonntag machen? Ich sitze gerade an einem wahnsinnigen Konzept und bin gespannt. Vielleicht kommt der entscheidende Hirnfurz heute?

Im Unterricht geht es heute um das Überthema Fotos, Grafiken und Zeichnungen.

Regel: Bilder dürfen nicht ohne die Zustimmung des Urhebers veröffentlicht werden. Mit über 140 § ist das Urheberrecht ein dicker Brocken, kann aber im Netz auf der Seite Gesetze im Netz nachgelesen werden.

Bei Fotos auf Veranstaltungen gilt, ist eine Person in der Masse zu sehen, die ein Ziel verfolgen (Konzert, Messe etc.) darf abgelichtet werden.

Die drei Gundregeln?

1.Ist das Bild über 70 Jahre nach dem Ableben des Urhebers verstorben, darf es geteilt werden. Bis dahin gilt beim Nutzungsrechteinhaber (Agentur, Verlag, Familie) nachzufragen.

2.Ist die Person mit einer Veröffentlichung einverstanden? Notfalls eine schriftliche Genehmigung einholen. Gilt auch für Mitarbeiter.

3. Alle Geschäftsbedingungen eingehalten? Fatzebook will keine nackten Menschen!

Wird ein Fotograf beauftragt, muss im Vertrag klar geregelt sein, für welche Zwecke (Pressemappe/Online Medien etc.) die Bilder genutzt werden. Doch dazu morgen mehr:-)

Tag 139

Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)§ 51 Zitate Quelle:https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__51.html

Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn

1. einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,
3. einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.

Generell? Ein  Zitat soll keine Schreibarbeit ersetzen, sondern dient lediglich zur Erweiterung und Anreicherung eines Textes. Wer sich kompakt über die Rechtsage infomieren möchte, dem sei hier ein sehr lesenwerter Beitrag von Rechtsanwalt Schwenke ans Herz gelegt.

Tag 138

Kurz vor dem deutschen Hammerspiel…geht es weiter mit lustigen Sachen. Der Streisand Effekt:

Die großartige Sängerin hat einen Fototypen auf 50 Mille verklagt, weil ihr Haus auf einem von trölf Millionen Bildern zu sehen war. Der Schuss ging aber mal so was von nach hinten los. Das heisst? Auch wenn an rechtlich auf der Sonnenseite steht, sollten Reaktion immer gut durchdacht sein.

Urheberrecht UrhG
Das freut mich als leicht desillusionierten Musiker.  Was nicht einfach so ohne zu fragen geteilt werden darf:

Sprachwerke, Schriftwerke, Reden, Computerprogramme, Musik, Fotos, bildende Kunst, Tanzwerke, Film, wissenschaftlicher und technischer Schweinekram wie Pläne, Karten, Skizzen etc.

Das Urheberrecht kann nicht verkauft werden, nur vererbt. Es besteht aber die Möglichkeit über Nutzungsrechte das Material (z.B. Fotos) zu verbreiten. Nutzungsrechte können auch komplett abgegeben werden. Dadurch wird der Käufer zum Rechteinhaber. Aber? Der Urheber bleibt bestehen. Das heisst?
Immer erst um Erlaubnis fragen!
Bei Texten wird das schwierig. Diese müssen zum Schutz eine gewisse individuelle Schöpfungshöhe erreichen. Also meine lustigen, individuellen Posts sind von Haus aus schon geschützt und dürfen maximal zitiert werden. Über die Texte werde ich morgen mehr schreiben. Sport ist angesagt:-)